Newsletter 11: Steine und Steinmännchen am Jakobsweg

„Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden,
kann man etwas Schönes bauen.“
(Johann Wolfgang von Goethe).

Am Jakobsweg gab es neben den Wegmarkierungen und Zeichen zusätzlich noch verschiedene Steinmännchen bzw. Steinhügel am Wegesrand.

Diese Steinformationen hatten mehrere Bedeutungen:

>> Sie waren teilweise Wegweiser, vor allem jene Steinmännchen, die sich auf sogenannten Wegweiser-Steinen befanden.
Davon wiederum gab es ganz Spezielle, nämlich solche auf denen man sah, wie viele km Santiago de Compostela noch entfernt war.

 

Einer der bekanntesten dieser Steine war der
„100 km vor Santiago Stein“

 

>> Dann gab es folgenden schönen Brauch:
Für jedes Thema, welches die „Peregrinos“ im Laufe des Caminos lösen und loslassen konnten, legten Sie einen Stein auf so ein Steinmännchen.
Damit wurde das Meistern des jeweiligen Problems sichtbar gemacht.
Manche Pilger nahmen sich dafür sogar Steine von zu Hause mit – für jedes Problem einen Stein – und trugen diese dann so lange bei sich, bis das Thema abgeschlossen war.
Andere  (so wie ich)  nahmen dafür einfach einen Stein in der Nähe eines Steinmännches …wie ich schon berichtet habe, zählte ja während des Pilgerns jedes Gramm 😉

>> Weiters symbolisierten diese Steine auch Wünsche und Ziele – wer einen Stein auf so ein Männchen legte, durfte sich etwas wünschen.

Der bekannteste Ort am Camino um seine „Steine loszuwerden“ bzw. um sich etwas zu wünschen war der Monte Irago (der höchste Punkt am Jakobsweg, 1.500m).

Das dortige „Steinmännchen“ war ein gewaltiger Steinhügel und darauf befand sich das Cruz de Ferro (Eisenkreuz).
Die Atmosphäre war einzigartig, fast magisch und strahlte Ruhe und Zuversicht aus.

Viele Menschen legten neben den Steinen zusätzlich noch andere persönliche Gegenstände auf den Hügel bzw. befestigten sie am Eisenkreuz. Es war sehr berührend zu sehen, wie viele Blumen, Briefe, Stofftiere, Karten (mit „Danke“ und „Bitte“ in den verschiedensten Sprachen) und diverse andere Dinge dort angebracht waren.

 

In meinem heutigen Newsletter geht es um
>> die Steine auf Ihrem Lebensweg und
>> Ihre Wünsche fürs Neue Jahr

Viel Spaß beim Teil 11 meiner Newsletter-Serie


Welche Steine und Wünsche gab es für SIE im letzten Jahr?

Gerade die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel eignen sich, um innezuhalten, über das vergangene Jahr zu reflektieren, Altes abzuschließen und Neues willkommen zu heißen.

Am Camino gab es natürlich genug Zeit um über die eigenen „Steine“ nachzudenken, den Kopf frei zu bekommen und sich klar über die wirklichen Wünsche und Ziele zu werden.
Wir sind es im normalen Alltag gewohnt, immer etwas zu tun und zu funktionieren. Manchmal ist es aber notwendig „leer zu werden“ und eine Pause einzulegen, sich zu entspannen, nichts zu tun und sich vielleicht sogar zu langweilen.
=> Denn in der „Langen Weile“ steckt der Same für zukünftige Ideen. Nur in der Leere kann Neues entstehen.

> Wie war Ihr letztes Jahr?
> Welche Steine/Herausforderungen gab es für Sie auf Ihrem Lebensweg?
> Konnten Sie einige Steine weglegen?
> Was haben Sie daraus gelernt und hat es Sie möglicherweise sogar weiter gebracht?
> Welche Wünsche haben sich erfüllt?
> Welche Wünsche gibt es fürs neue Jahr?


! Mein Tipp: Bauen Sie Ihr eigenes Steinmännchen

Nehmen Sie für Ihre Themen (des letzten Jahres) und auch für Ihre Wünsche und Ziele je einen Stein. Sie können die Steine beschriften oder bemalen, ganz wie es Ihnen gefällt, die Formen und Größen können natürlich unterschiedlich sein.
Dann suchen Sie einen Platz an dem Sie sich wohl fühlen und legen die Steine dorthin und bauen Ihr eigenes Steinmännchen. Es kann sein, dass Sie ein schon vorhandenes Steinmännchen finden – diese gibt es nämlich überall, nicht nur am Camino.

Machen Sie ein kleines Ritual daraus – vielleicht während der Weihnachtsfeiertage? Besonders ideal dafür ist die Zeit der Rauhnächte (24. Dezember bis 6. Jänner).
Diese stille Zeit zwischen den Jahren hat eine besondere Qualität und eignet sich bestens, um Altes abzuschließen und Neues willkommen zu heißen.

Viel Freude und Erfolg damit !


>> Wenn Sie vorhaben den Jakobsweg zu gehen, gebe ich Ihnen gerne Tipps und meine Erfahrungen weiter.


> Gibt es derzeit verschiedene Herausforderungen und Veränderungen in Ihrem Leben?
> Wollen Sie die richtigen Weichen für Ihre positive Zukunft stellen?

=> Nutzen Sie die Möglichkeit für ein kostenloses „Wegweiser-Gespräch“

Ich biete monatlich 4 neuen Interessenten je ein kostenloses Wegweiser-Gespräch an.
In diesem Kennlerngespräch, das ca. ½ Stunde dauert, durchleuchten wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation und besprechen eine mögliche weitere Vorgangsweise.

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           Für Jänner, Feber 2017 gibt es noch:
            => im Jänner: 2 Termine
.           =>
im Feber:  3 Termine

 


Mehr über meinen Jakobsweg:

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