Newsletter 21: Herbergen und andere Quartiere am Jakobsweg/Teil 1

„Welche Schwelle du auch immer betrittst,
es möge jemand da sein,
der dich willkommen heißt.“

(Alt-Irischer Segenswunsch)

 

Ein eigenes Kapitel während meines „Caminos“ waren die Herbergen.

Schon vor meinem Start wusste ich, dass ich das Pilgerleben in der einfachsten Form kennen lernen und mich auf das „Abenteuer“ Herberge einlassen wollte.
Für mich war das eine kleine Herausforderung, da ich es normalerweise sehr gerne, schön, sauber und gemütlich habe.
Zusätzlich bedeutete das auch – im wahrsten Sinne des Wortes – meine Komfortzone zu verlassen.

Aber es war beruhigend zu wissen, dass es, falls erforderlich, noch andere Möglichkeiten wie zB. Hostals (kleine Pensionen) oder Hotels gab.

Wie sah nun das Leben in den Pilgerherbergen aus?

Grund-Voraussetzungen für das Nächtigen in den Pilgerherbergen waren:

> der Pilgerpass – diesen konnte man entweder schon zu Hause in einem Pilgerbüro oder am „Weg“ in einer Herberge erwerben

und

> dass man zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Pferd (!) pilgerte.

Ich erhielt meinen Pilgerpass und den ersten Stempel vom „Hospitalero“ (Herbergsvater) in meiner ersten Unterkunft in Pamplona.


In jeder Herberge bekamen wir „Peregrinos“ weitere Stempel.
Der Pilgerpass ist daher auch ein sehr schönes Souvenir und eine nette Erinnerung an diese Zeit.

Es galten dort eigene Regeln:

Ein Reservieren war nicht möglich und man konnte in jedem Quartier nur einmal übernachten – außer im Krankheitsfall.

Die Pilger die zu Fuß unterwegs waren hatten das Vorrecht als erste, ab ca. 14 Uhr, in die Herberge hinein zu dürfen. Die Radler hingegen durften sich erst gegen Abend dort einquartieren. Am nächsten Tag mussten wir bis spätestens 10 Uhr die Unterkunft wieder verlassen.

Die Betreuer waren die „Hospitaleros oder Hospitaleras“ (Herbergsväter und – Mütter) an die wir uns wenden konnten, wenn es irgendwelche Probleme gab.

=> Siehe Newsletter Nr. 12 – „Meine Pilgerkrise am Jakobsweg“.

In den Schlafräumen wurde um 22.00 Uhr das Licht ausgeschalten und die Haustüre versperrt. Wer danach noch ins Bad oder auf die Toilette wollte, musst in der Dunkelheit herumtappen…  Diese „Sperrstunde“ war sehr streng. Ich traf eine Engländerin, die einmal 5 Minuten zu spät kam und nur mehr die verschlossene Tür vorfand. Da sie auch keine andere Möglichkeit fand irgendwie hineinzukommen, musste sie sich ein Zimmer in einem Hostal nehmen.

Die Ausstattung in diesen Unterkünften war schlicht, aber es gab doch auch Unterschiede…. und es sprach sich schnell herum, welche Quartiere besser waren und welche man lieber meiden sollte.


In den Schlafräumen gab es fast immer Stockbetten. Manche Unterkünfte verfügten über mehrere kleinere Zimmer (ab 4 Betten), andere wiederum hatten große Schlafsäle, in denen bis zu 100 Peregrinos übernachten konnten.

Die Duschen und Toiletten waren durchwegs ausreichend und meist gut gepflegt. Da die Pilger zu unterschiedlichen Zeiten eintrafen, gab es selten Wartezeiten.

Ich muss schon gestehen, dass die ersten Nächte eine ziemliche Herausforderung waren. Alles war ungewohnt und ich schlief auch schlecht. Aber mit jedem Tag wurde es vertrauter und entspannter und ich entdeckte immer mehr positive Facetten des „Herberg-Lebens“.

Mehr darüber lesen Sie im nächsten Newsletter

In meinem heutigen Newsletter geht es um
>> die Erweiterung der Komfortzone

Viel Spaß beim Teil 21 meiner Newsletter-Serie

 


Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Komfortzone verlassen?   

Kennen Sie das vielleicht? Sie wollen in Ihrem Leben etwas verändern, Sie haben aber Angst davor und es fehlt Ihnen der Mut es wirklich zu tun? 

Sie haben vor, etwas Neues in Ihr Leben zu bringen. Doch dann geht es scheinbar nicht so schnell, wie Sie erwartet haben und es beginnt Sie zu stressen. Es fällt Ihnen schwer durchzuhalten und darum lassen Sie es sein?

Es gibt Bereiche in Ihrem Leben, die nicht mehr für Sie passen, trotzdem verharren Sie darin aus Gewohnheit und Bequemlichkeit? 

Das Wetter ist kalt und unfreundlich und Sie können sich nicht aufraffen, doch hinaus zu gehen.

Warum stecken nun so viele Menschen in der Komfortzone fest?

Die Hauptursachen dafür sind

– Angst
– Stress und
– Bequemlichkeit

Die Komfortzone zu verlassen beinhaltet vielerlei und reicht von
> kleinen Überwindungen im Alltag (zB. dem schlechten Wetter zu trotzen)
> bis hin zu krassen Lebens-Veränderungen.

Je nach Typ kann aber für den einen eine kleine Überwindung oft genau so schwierig sein, wie für andere eine große Veränderung.

Natürlich ist es manchmal etwas mühsam, wenn Sie Ihre Komfortzone verlassen wollen. Die meisten Menschen fühlen sich wohl bei Vertrautem, Angenehmen, Gemütlichen und Schönen und etwas Neues, Fremdes löst Angst, Unbehagen und Stress aus.

Es gibt sicher viele Gründe in der Komfortzone zu verharren, allerdings noch viel mehr Gründe, diese gelegentlich zu verlassen.

Der berühmte erste Schritt der Überwindung ist fast immer der Schwerste und dafür braucht es oft jede Menge Mut.
Danach entsteht aber meist ein Gefühl der Freude und Zufriedenheit. Sie sind vielleicht auch stolz auf sich, Ihr Selbstbewusstsein steigt und Sie lernen immer besser, Ihre Chancen zu nutzen.
Zusätzlich bringt das Ungewohnte, Fremde, Herausfordernde, Bewegung in Ihr Leben und macht Sie lebendig. Gerade diese Erlebnisse sind es, die in Ihnen Kraft und Energie erzeugen und an die Sie sich noch in vielen Jahren gerne erinnern.

Hier nun nochmals zusammengefasst Ihre Vorteile, wenn Sie Ihre Komfortzone verlassen?

+ Sie spüren mehr Lebensfreude
+ Sie sind mit sich selbst zufrieden
+ Sie fühlen sich lebendig
+ Es bringt Bewegung in Ihr Leben
+ Sie haben (wieder) Kraft und Energie
+ Erlebnisse, an die Sie noch in vielen Jahren gerne zurückdenken
+ Sie entwickeln sich weiter
+ Sie sind stolz auf sich
+ Sie gewinnen an Selbstbewusstsein

Das Leben in den Herbergen war auf meinem „Camino“ auch nicht immer leicht. Die ersten Tage waren sehr gewöhnungsbedürftig … Aber im Nachhinein gesehen, würde ich keine dieser Stunden dort missen wollen und ich bin noch immer dankbar für diese Zeit.


! Mein Tipp:
Streichen Sie das Wort „eigentlich“ aus Ihrem Sprachschatz

Kennen Sie das?

> Eigentlich sollte ich mehr Sport betreiben
> Eigentlich sollte ich weniger Süßigkeiten essen
> Eigentlich sollte ich diesen oder jenen Anruf machen
> Eigentlich sollte ich weniger fernsehen und mehr lesen
> Eigentlich geht es mir eh gut
> ………………………………….

„Eigentlich“ löst meist Unzufriedenheit und ein schlechtes Gewissen aus und hält Sie in der Komfortzone fest.

Probieren Sie es aus und ersetzen Sie es durch

> Ich betreibe ab jetzt mehr Sport
> Ich esse weniger Süßigkeiten, die genieße ich aber ohne schlechtes Gewissen
> Ich melde mich bei ………..
> Ich lese wieder mehr
> Ich fühle mich wohl
> ………………………………..

Wie geht es Ihnen dabei?

Viel Freude und Erfolg damit 🙂


>> Wenn Sie vorhaben den Jakobsweg zu gehen, gebe ich Ihnen gerne Tipps und meine Erfahrungen weiter.


> Gibt es derzeit verschiedene Herausforderungen und Veränderungen in Ihrem Leben?
> Wollen Sie die richtigen Weichen für Ihre positive Zukunft stellen?

=> Nutzen Sie die Möglichkeit für ein kostenloses „Wegweiser-Gespräch“

Ich biete monatlich 4 neuen Interessenten je ein kostenloses Wegweiser-Gespräch an.
In diesem Kennlerngespräch, das ca. ½ Stunde dauert, durchleuchten wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation und besprechen eine mögliche weitere Vorgangsweise.

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