Newsletter 4: Mein 1. Tag am Jakobsweg

… eine Reise von 1000 Meilen, beginnt mit einem Schritt.“
(Laotse).
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Nach einer 2 tägigen Anreise war ich endlich in Pamplona, in meiner 1. Pilgerherberge angekommen. Ich bekam vom „Hospitalero“ (Herbergsvater) meinen Pilgerpass mit dem ersten Stempel und war somit offiziell eine „Peregrina“ (Pilgerin).   Nur wer einen Pilgerpass hat und zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Pferd (!) pilgert, ist berechtigt in Pilgerherbergen zu übernachten. Es gelten dort eigene Regeln. Meistens wird um 22.00 Uhr das Licht ausgeschalten und die Haustüre versperrt, am nächsten Tag muss man um spätestens 10.00 Uhr die Herberge verlassen.

Es folgten ja noch viele Tage, aber das erste Übernachten in einer Herberge und der anschließende erste Pilgertag blieben mir besonders im Gedächtnis.

Die Herberge in Pamplona war groß und einfach. Es gab einige sanitäre Anlagen und auf den Gängen standen Wäschespinnen herum. Mir wurde ein Bett in einem 4-Bett Zimmer (2 Stockbetten) zugewiesen und mein erster Eindruck war „ob mir das 5 Wochen lang gefällt …“.

Damals wusste ich noch nicht, dass es eines der besten Quartiere des Jakobsweges war. Mein Zimmer beherbergte „nur“ 4 Personen, hatte sogar ein Waschbecken und war daher fast ein „Luxuszimmer“!

Dieser kurze Zweifel wurde durch meine „Mitbewohner“ – ein deutsches Ehepaar und eine Mexikanerin – sofort wieder aufgehoben. Sie waren bereits einige Tage unterwegs und nahmen mich als Neuling etwas unter ihre Fittiche. Wir gingen gemeinsam essen und sie zeigten mir, wo ich meine Jakobsmuschel kaufen konnte.


> Die Jakobsmuschel ist das Erkennungszeichen der „Peregrinos“ und hängt am Rucksack. <

In dieser Nacht schlief ich etwas unruhig. Als ich am nächsten Tag aufwachte, war ich sehr verwundert, dass die Meisten – auch meine „Mitbewohner“ – schon weg waren. Ohne Frühstück (nicht in allen Herbergen gibt es ein Frühstück) machte ich mich auf den Weg. Unterwegs und im Kaffeehaus, wo ich nach einer Stunde endlich zu einem Frühstück kam, traf ich einige andere Pilger. Was mir jetzt wieder auffiel, war das freundliche Miteinander. Überall wurde ich mit einem „Hola“ und „Buen Camino“ begrüßt und ich fühlte mich sofort in der Pilgergemeinschaft aufgenommen.

> „Buen Camino“ ist der Pilgergruß und bedeutet so viel wie „ich wünsche Dir einen guten Weg“. <

Ich startete meinen Camino an einem schönen Septembertag und ab dem späten Vormittag wurde es sehr heiß. Jetzt war mir klar, warum viele „Peregrinos“ morgens so früh aufgebrochen waren.
Mein erster Pilgertag war schon eine kleine Herausforderung und etwas anstrengend. Ich musste mich erst daran gewöhnen, mein ganzes „Hab und Gut“ ständig auf den Schultern zu tragen. Aber die Begeisterung und die Freude – jetzt bin ich endlich am Jakobsweg – erfüllten mich mit Zuversicht, dass ich das alles gut schaffen würde.

Am Nachmittag erreichte ich meine 2. Pilgerherberge. Hier gab es 2 große Räume mit Stockbetten und diesmal dürfte ich mir mein Bett selbst aussuchen.
Nach dem Duschen und Haarwaschen saß ich auf einer Bank vor der Herberge und ließ meine Haare in der Sonne trocknen. Froh, dass alles im Großen und Ganzen gut geklappt hatte, war ich mit mir und der Welt sehr zufrieden.

In meinem heutigen Artikel geht es um
>> den Beginn, den ersten Schritt von neuen Projekten und Lebensabschnitten
>> wie das andere Bereiche Ihres Lebens positiv beeinflusst und
>> wie Sie das alles in Ihren Alltag integrieren können – auch ohne zu pilgern oder große neue Projekte zu starten

Viel Spaß beim Teil 4 meiner Newsletter-Serie


Wie SIE der Beginn, der 1. Schritt von neuen Projekten und Lebensabschnitten beflügelt und sich positiv auf andere Bereiche Ihres Lebens und Ihren Alltag auswirkt:

>> Können Sie sich noch an Ihren ersten Schultag erinnern, an das erste Date, den ersten Arbeitstag, die erste eigenen Wohnung …. ?
>> An den Beginn einen neues Projektes, wo Sie stundenlang daran gearbeitet haben ohne müde zu werden?
>> Erinnern Sie sich an die Vorfreude und Begeisterung, dass jetzt etwas Neues in Ihrem Leben passiert?

Der Beginn, der erste Tag eines Projektes, Lebensabschnittes hat eine eigene Dynamik und Energie und bleibt daher besonders im Gedächtnis. Der erste Schritt ist fast immer der Schwierigste. Es geht darum vom Wunsch, vom Entschluss ins „TUN“ zu kommen. Nachdem der 1. Schritt wirklich getan ist, wird viel Schwung und Elan freigesetzt.

Sie kennen das vielleicht – wenn es in einem Bereich Ihres Lebens läuft, dass es auf einmal auch in anderen Bereichen fließt. ZB: beruflicher Erfolg stellt sich ein und auf einmal verlieben Sie sich – oder umgekehrt …

Nutzen Sie diese Energie, es müssen nicht immer große neue Projekte sein und Sie müssen auch nicht einige Wochen den Jakobsweg gehen. Schon eine kleine Veränderung, ein kleines neues Vorhaben, kann sich positiv auf Ihr Leben auswirken.


Sie wollen dieses Gefühl von Lebendigkeit spüren, aber Sie wollen nicht gleich Ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen?

> Oft reicht eine kleine Auszeit vom Alltag!

! Mein Tipp – Spielen Sie Tourist in Ihrer eigenen Stadt

Nehmen Sie sich einen Tag oder ein paar Stunden Zeit und entdecken Sie Ihre Stadt neu. Sehen Sie alles mit den Augen eines Menschen, der sich zum 1. Mal in Ihrer Stadt befindet. Gehen Sie vielleicht in ein Hotel frühstücken und besuchen Sie anschließend ein Museum. Schlendern Sie durch unbekannte Straßen oder entdecken Sie bekannte Straßen neu. Blicken Sie nach oben und nehmen Sie die oberen Stockwerke und die Dächer der Gebäude bewusst wahr – meisten sind wir so in Eile, dass wir gerade nur das sehen, was sich in unserer Augenhöhe befindet. Sie werden staunen, was Sie so alles entdecken.
Setzen sie sich auf einen Platz, in ein Straßenkaffee und beobachten die Menschen. Versuchen Sie herauszufinden, wer – wie Sie heute auch – ein TouristIn ist.
Sie werden an diesem Tag Kraft und Energie tanken und können diese Freude und Begeisterung in Ihren Alltag mitnehmen.

Viel Spaß und Erfolg damit !


>> Allen die vorhaben den Jakobsweg zu gehen, stehe ich natürlich weiterhin gerne für Tipps zur Verfügung. 

>> Wenn Sie Unterstützung brauchen, um Ihre neuen Lebensabschnitte und Projekte mit Freude und Leichtigkeit zu beginnen, biete ich Ihnen gerne ein kostenloses Kennlerngespräch an. In dieser ca. ½ Stunde durchleuchten wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation und besprechen eine mögliche weitere Vorgangsweise.

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