Newsletter 7: Meine Begegnungen am Jakobsweg  Teil 2

 Unser Leben ist die Geschichte unserer Begegnungen.“
(Anton Kner).
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Während meines Jakobsweges gab es natürlich auch viele, meist kurze, Begegnungen mit den Einheimischen.
Dabei erwiesen sich meine Mini-Spanischkenntnisse als recht nützlich, vor allem in den ländlichen Gegenden.
Aber egal ob auf dem Lande oder in den Großstädten – die SpanierInnen waren stets erfreut, wenn sie merkten, dass ich ein paar Worte in ihrer Sprache sprechen konnte. Besonders gefiel mir, dass sie mit mir ein „normales“ Spanisch“ sprachen – nicht so wie bei uns, wo wir ja dazu neigen mit fremdsprachigen Personen auf einmal gebrochen Deutsch zu reden … ;-). Manche korrigierten sogar meine Aussprache und Grammatik und so konnte ich immer mehr dazulernen und mein Spanisch verbessern.

Überhaupt begegnete die Spanische Bevölkerung uns „Peregrinos“ sehr freundlich und entgegenkommend, egal ob das jetzt in einer Herberge, im Supermarkt, in einem Lokal oder auf dem Weg (wenn ich z.B. die Wegmarkierung suchte…) war.

Besonders in Erinnerung blieben mir die Herzlichkeit und die Hilfsbereitschaft, die mir immer wieder entgegen gebracht wurde.

Das durfte ich schon an meinem ersten Pilgertag erfahren, denn da hatte ich gleich in meiner ersten Pilgerstunde ein sehr nettes Erlebnis:

Es war in Pamplona, ca. eine halbe Stunde nach meinem Start. Ich folgte den Wegmarkierungen, die mich zu einem großen Park führten. Es war noch finster und der schmale Weg führte geradeaus durch den Park. Ich sah in einiger Entfernung ein paar Pilger bzw. ihre Rücksäcke vor mir. Ich war beruhigt, dass ich auf dem richtigen Weg war, da keine Wegmarkierungen mehr zu erkennen waren.
Auf einmal jedoch war niemand mehr zu sehen und das verunsicherte mich. Ich blieb stehen, versuchte mich zu orientieren und dachte bei mir „das fängt ja schon schön an ….“. Da kam mir – fast wie aus dem Nichts – eine Spanierin mit ihrem Hund entgegen. Sie fragte „Santiago?“ und deutete mir, dass ich rechts abbiegen müsse. Ich erblickte einen noch schmäleren Weg, der fast nicht wahrzunehmen war. Kaum war ich auf diesem Weg, sah ich auf einmal wieder die anderen Pilger-Rucksäcke vor mir …

Wenn mir diese Señora mit ihrem Hund nicht die richtige Abzweigung gezeigt hätte – ich wäre mich schon in der ersten Stunde vergangen.
Zusätzlich traf sie mich direkt an der Weggabelung und so musste ich weder zurück-, noch einen Meter umsonst gehen  😉

 

Fortsetzung folgt ………

 


Liebe Leserin, lieber Leser,

mit dieser Geschichte, an die ich mich immer wieder gerne erinnere, verabschiede ich mich in meine Sommerpause.

Wie es auf meinem „Camino“ weiterging lesen Sie in meinem nächsten Newsletter, der in der 2. Septemberhälfte erscheinen wird.

 


>> Allen die vorhaben den Jakobsweg zu gehen, stehe ich natürlich weiterhin gerne für Tipps zur Verfügung. 

>> Wenn Sie Unterstützung brauchen, um Ihre neuen Lebensabschnitte und Projekte mit Freude und Leichtigkeit zu beginnen, biete ich Ihnen gerne ein kostenloses Kennlerngespräch an. In dieser ca. ½ Stunde durchleuchten wir gemeinsam Ihre aktuelle Situation und besprechen eine mögliche weitere Vorgangsweise.

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Ich wünsche Ihnen einen schönen, erholsamen Sommer und viele freudvolle Begegnungen